Er ist wahrhaftig auferstanden

Kreuz und Grab am Ostermorgen
Bildrechte Evang.-Luth. Kirchengemeinde Mühldorf

Ampfing, Mühldorf – Hand aufs Herz: Hätten Sie es gewusst? Nicht Weihnachten, sondern Ostern mit der Kreuzigung und Auferstehung bildet das Zentrum des christlichen Glaubens.

In der Immanuelkirche und der Erlöserkirche luden mehrere Gottesdienste dazu ein, die biblische Osterbotschaft neu zu entdecken. Sie erzählten von Jesu Kreuzigung, dem leeren Grab und seiner Auferstehung – eine Geschichte von Leid, Tod, Licht und der Hoffnung, dass der Tod nicht das Ende ist. Während der Organist die biblischen Erzählungen musikalisch untermalte, die Gemeinde Psalmen und Kirchenlieder sang, setzten die Vorbereitungsteams zur Veranschaulichung auf lebendiges Theater, welches die Besucher aktiv einbezog. Was für eine Spannung!

Karfreitag: Dunkelheit und Schmerz

Die Kreuzigung Jesu markiert den düsteren Anfang. Jesus stirbt am Kreuz – ein Akt der Gewalt, der die Finsternis über die Welt symbolisiert.

In der Mühldorfer Erlöserkirche verhüllte ein schwarzes Tuch den Corpus Christi hinter dem Altar Für Kinder gab es parallel im Gemeindehaus ein eigenes Programm, das die Osterbotschaft kindgerecht erklärte.

Auch in der Immanuelkirche wurde nichts dem Zufall überlassen: Ein Künstler hatte ein Grab gestaltet, das der Prädikant gemäß den biblischen Texten verschloss. Lesungen, Gebete und Stille prägten die Karfreitagsgottesdienste, die Jesu Leiden und Opfer ehrten.

Osternacht: Licht überwindet die Finsternis

In der Mühldorfer Erlöserkirche brach nach Minuten der Dunkelheit Kerzenlicht hervor – etwa 150 Gläubige feierten die Osternacht. Nach einer Phase der Stille und eindrucksvollen Chorgesängen sowie Posaunen erklangen von der Empore ermutigende Orgelklänge. Schließlich entzündeten die Besucher Kerzen, und der Altar erstrahlte in neuem Licht. Was für eine Erleichterung!

Ostersonntag: Das leere Grab

Am Ostersonntag stand das zentrale Symbol der Osterbotschaft im Mittelpunkt: das leere Grab. Drei Frauen fanden es am dritten Tag nach der Kreuzigung leer vor – ein Zeichen, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Die Auferstehung Jesu überwindet den Tod. Sie zeigt, dass das Leben stärker ist als der Tod, dass Licht die Finsternis durchbricht. Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Anfang eines neuen Lebens mit Gott. Gänsehaut pur!

Ostern: Fest der Freude und des Sieges

Ostern ist ein Fest der Freude, des Lachens und des Sieges. Es ruft uns auf, das Licht der Auferstehung in die Welt zu tragen und die Kraft der Liebe Gottes zu spüren – als Triumph über Finsternis und Tod. Mit den Klängen der Orgel und dem Gesang der Gemeinde endete der Gottesdienst.

Wenn das keine frohe Botschaft ist, was dann?

Von Boris Hillmann